Wellensittich Zucht

Da Wellensittiche sehr leicht zu züchten sind, war quasi vorprogrammiert, dass die Vögel den Weg in die Wohungen der Menschen finden. Zu Beginn war den Züchtern nicht klar, weshalb sich die Tiere in Gefangenschaft nicht vermehren wollten - bis sie herausfanden, dass eine Henne erst in Brutstimmung kommt, wenn sie einen Hohlraum findet, in dem sie die Eier ablegen kann.

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Sachverständiger Frankfurt | Cha Cult



In Deutschland bedarf es einer Zuchtgenehmigung, wenn man Wellensittiche brüten lassen möchte. In der Schweiz und in Österreich darf auf eine solche Genehmigung verzichtet werden.

Das Weibchen beginnt erst mit der Produktion von Eiern, wenn es längere Zeit ungestört in einer Nisthöhle gesessen hat. Außerdem ist ein entsprechendes Futterangebot wichtig, damit die Henne paarungsbereit wird. Legt ein Vogel Eier, auch wenn dies nicht erwünscht und die entsprechenden Voraussetzungen nicht vorhanden sind, sollte man die Eier nicht sofort entfernen, da der Sittich ansonsten dazu genötigt wird, sofort wieder Eier zu legen. Ungewollte Eier sollten nach einiger Zeit abgekocht werden.

Wenn es soweit ist, dass die Jungen schlüpfen, wird ihnen bei diesem Vorgang häufig von der Henne geholfen. Die Kücken werden anfangs alle zwei Stunden mit der Kropfmilch gefüttert. Das Futterangebot ändert sich mit dem 14. Lebenstag, ab dann werden vorverdaute Körner hinzugemischt. Ab dem 25. Lebenstag bekommt das Junge fast ausschließlich Körnerfutter.

Die Wellensittichjungen verlassen mit dem 35. Tag das Nest, werden allerdings noch bis zum Alter von 8-10 Wochen gefüttert.